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Vortragsreihe der Krebsberatungsstelle Soltau

Auch im Jahr 2019 bietet die Krebsberatungsstelle Soltau eine Vortragsreihe an.

Die Termine und Themen können dem beigefügten Flyer entnommen werden.

                                                                 (Bitte auf nebenstehendes Bild klicken)

 

 


 

Studienausflug der SHG Heidekreis nach Bremen.

Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Heidekreis informiert sich über modernste Strahlentherapie und Nuklearmedizin.

Zu einem Fachvortrag reisten am 05. Mai 2018 zwanzig Mitglieder der Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Heidekreis aus Soltau ins Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie nach Bremen. Helmut A. Kurtz, 1. Vorsitzender der Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Heidekreis und des Regionalverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe Niedersachsen/Bremen, organisierte diesen Studienausflug ganz im Sinne der Ziele des Vereins.

Im Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie am DIAKO in Bremen wurde im Rahmen einer ausführlichen Führung zuerst das großzügige, moderne Medizinareal mit drei Linearbeschleunigern demonstriert. Die Leitende Qualitätsmanagerin Frau Maiwald konnte mit umfangreichen Details das komplexe Thema sehr interessant und anschaulich darstellen und freute sich, viele Fragen der Teilnehmer zu beantworten.

Nach Beendigung der Führung konnten sich die Teilnehmer im sonnendurchfluteten Foyer und Garten des Zentrums bei einer kurzen Pause mit Brötchen und Kaffee stärken, bevor der eigentliche Vortragsteil begann. Hierzu begrüßte Prof. Dr. med. Ulrich M. Carl, Direktor des Zentrums, die Gäste herzlich und stellte noch einmal die große Bedeutung der Arbeit der Selbsthilfegruppen heraus und bedankte sich herzlich für dieses Engagement. Als besondere Überraschung hatte Prof. Dr. Carl als Gastredner Herrn Dr. med. Norbert Czech vom Zentrum für Nuklearmedizin und PET/CT am St. Joseph-Stift Bremen gewinnen können. Dr. Czech referierte gut verständlich und ausführlich über Innovationen und Möglichkeiten der Nuklearmedizin im Einsatz bei Diagnose und Nachsorge von Prostatakrebs. Hierzu stellte er auch insbesondere das Vorgehen des PET/CT zur Darstellung des Tumorstoffwechsels mit Ga-68-PSMA („Prostata-spezifisches Membranantigen“) dar. Dieses erlaubt eine exakte Lokalisation bösartiger Tumore, wie es mit anderen Verfahren nicht möglich ist. So können Primärtumor und mögliche Metastasen erkannt und zugleich die Möglichkeit weiterer Therapien abgeschätzt werden. Dieses neue Verfahren bietet sich insbesondere bei Verdacht auf Wiederauftreten eines Tumors oder einer Metastasierung bei ansteigendem Tumormarker PSA nach Entfernung oder Bestrahlung der Prostata („biochemisches Rezidiv“), dem Ausschluss von Metastasen in Lymphknoten, inneren Organen und im Knochen und bei Verdacht auf Prostatakrebs trotz negativer Biopsie, z. B. zur Planung einer erneuten, gezielten Punktion an.

Im Anschluss an den sehr interessanten Vortrag Herrn Dr. Czechs schlossen sich die Ausführungen Prof. Dr. Carls zu Möglichkeiten und Grenzen der Strahlentherapie beim Prostatakrebs zur besonderen Problematik der Frage „Bestrahlung oder Operation?“ an. In einem sehr persönlichen und nahbaren Gespräch mit den Teilnehmern sprach Prof. Dr. Carl ausführlich über die häufig sehr spezifischen Aspekte der therapiebeinflussenden Aspekte wie Inkontinenz und Erektionsstörungen. Zwischen Dozent und Gästen bestand Einigkeit darüber, dass insbesondere auch bei der Therapieauswahl größtmöglicher Wert auf eine gute, umfassende Beratung unter expliziter Abfrage der individuellen Wünsche und Aspekte eines Patienten gelegt werden sollte. Es gilt eine passende Behandlungsstrategie aus geschickter Abwägung der gegebenen Methoden wie Operation, Bestrahlung, Hormontherapie und Beobachtung (Active Surveillance / Watchful Waiting) unter Berücksichtigung der persönlichen Patientensituation zu ermitteln. In diesem Sinne ist die Behandlung Prostatakarzinoms in besonderer Weise individuell anzugehen.

Nach Beendigung der Vorträge nahmen die Gäste gern das Angebot der MTRA Frau Kropp an und ließen sich einen der hochmodernen Linearbeschleuniger in Aktion demonstrieren. Dieses Bestrahlungsgerät der neuesten Generation nahm erst Mitte 2017 seinen Betrieb im Zentrum auf und wurde in einem eigens neu gebauten Erweiterungs-Gebäudetrakt installiert. Die Teilnehmer der Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Heidekreis bedankten sich beim Gastgeber Prof. Dr. Carl mit einem großzügigen Präsentkorb für sein Team für die gelungene Veranstaltung und beendeten den Tag bei interessanten Gesprächen zum Gehörten und Erlebten bei einer Weserschifffahrt.

Helmut A. Kurtz      


Kontaktdaten:
Prof. Dr. med. Ulrich M. Carl, Dr. med. Mirko Nitsche
Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie Bremen
Gröpelinger Heerstraße 406-408. 28239 Bremen
Tel. 0421.6102.6666, Fax 0421.6102.6676

Email: info(at)strahlentherapie-bremen.com
 

Prof. Dr. med. Robert M. Hermann, Prof. Dr. med. Ulrich M. Carl
Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie Westerstede
Mozartstraß3 30, 26655 Westerstede
Tel. 04488.50.6666, Fax 04488.50.6676
Email:
info(at)strahlentherapie-westerstede.com

 

Dr. med. N. Czech FEBNM
Zentrum für Nuklearmedizin und PET/CT
Schwachhauser Heerstraße 54, 28209 Bremen
Tel. 0421.841313.13, Fax 0421.841313.14

Email:
management(at)nuklearmedizin-bremen.de